Der Wortlaut

Автор работы: Пользователь скрыл имя, 08 Января 2011 в 13:32, реферат

Краткое описание

Was ist die Musik? Diese Frage steht zwischen Gedanken und Erscheinung; als dämmernde Vermittlerin steht sie zwischen Geist und Materie; sie ist beiden verwandt und doch von beiden verschieden; sie ist Geist, aber Geist, welcher eines Zeitmaßes bedarf; sie ist Materie, aber Materie, die des Raumes entbehren kann.

Содержание

1. Was ist die Musik?
2. Joseph Haydn
3. Christoph Willibald Gluck
4. Mozart
5. Franz Liszt
6. Anton Bruckner
7. Gustav Mahler
8. Hugo Wolf
9. Arnold Schönberg
10. Alban Berg
11. Johann Nepomuk David
12. Gottfried von Einem
13. Richard Strauss
14. Ernst Krenek
15.Ludwig van Beethoven
16. Johannes Brahms

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      Mit dem Ausbruch des Krieges 1914 erlag Berg dem Kriegsfieber. Zusammen mit vielen anderen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Bildung und Kultur gab sich auch Berg der Täuschung hin, dass die materiellen Opfer, die der Krieg forderte, die Gesellschaft reinigen und adeln würden.

      Bald änderte er seine Meinung und bezeichnete sich selbst 1919 schon als „engagierten Antimilitaristen." In der österreichischen Armee verbrachte Berg drei Jahre. Er litt an Asthma und wurde schließlich zum Schreibdienst in das Kriegsministerium versetzt, wo er bis zum Kriegsende 1918 blieb.

      Im Mai 1914 erlebte Berg in Wien auf der Bühne des „Residenzbühne"-Theaters das Stück von Georg Büchner „Woyzeck".

      Die Werke von Büchner (1813 - 37) waren erst vor kurzem wiederentdeckt worden. Das zeigte sich allein schon darin, dass erst nach der Jahrhundertwende sein dichterischer Nachlaß in neuen Ausgaben erschien. Berg war von „Woyzeck" fasziniert. Wie er Jahre später schrieb, war der Eindruck „so ungeheuer..., dass ich sofort... den Entschluss fasste, ihn in Musik zu setzen".

      An der Oper „Woyzeck" arbeitete Berg einige Jahre. Er setzte selbst den Text aus dem Büchner-Drama zusammen.

      Das musikalische Drama, das einerseits eine strenge Konstruktion, andererseits eine spontan erfassbare Botschaft hat, war ein großer Erfolg.

      Die Uraufführung von „Woyzeck" fand am 14. Dezember 1925 in Berlin statt. Es war dem künstlerischen Einsatz Erich Kleibers zu danken, dass die Oper „Woyzeck" in Berlin uraufgeführt wurde. Der Generalmusikdirektor der Staatsoper „Unter den Linden" Kleiber sah als seine Pflicht an, jungen Talenten den Weg in die Öffentlichkeit zu ermöglichen. Die Berliner Staatsoper blieb auch in den nächsten Jahren die wichtigste Bühne für „Woyzeck". "Woyzeck" wurde so bekannt, dass man sogar eine „leichtere" Fassung für kleinere Bühnen anbot und Berg immer wieder zu Aufführungen reisen konnte. Diese Oper wurde in Leningrad aufgeführt. Berg wohnte auch der Leningrader Aufführung bei. Sein „Woyzeck" wurde mit Enthusiasmus in Russland aufgenommen.

      Der aufkommende Nationalsozialismus begann in Deutschland das Schaffen von Berg als „entartet" zu bezeichnen.

      Nach der Vollendung von „Woyzeck" wandte sich Berg in seinem Schaffen wieder den kammermusikalischen Bereichen zu. In den Werken, die zwischen 1923 bis 1926 entstanden, wurde die Zwölftonmethode von Schönberg verwendet, mit der Berg sich inzwischen genau vertraut gemacht hatte.

      Neben der Kompositionsarbeit ging damals bei Berg unablässig die Suche nach einem neuen Operntext. Er prüfte eine große Anzahl von Sujets und Texten. Seine zweite Oper sollte „Und Pippa tanzt" werden, nach einem Drama von Gerhart Hauptmann. Der Dichter forderte dafür eine große Geldsumme und zwang so den Komponisten, sich nach einem anderen Stoff umzusehen. Im Frühling 1928 entschied er sich endgültig für das Doppeldrama „Lulu" - nach den zwei Wedekind-Dramen - „Der Erdgeist" und „Die Büchse der Pandora." Fast ein ganzes Jahr lang arbeitete Berg an der Einrichtung des Textes; von da an beschäftigte er sich fast ständig mit der Komposition der Oper „Lulu." Er konnte doch die Arbeit nicht zu Ende führen. Berg unterbrach sie, als er den letzten Akt genau vorbereitet hatte, um eine Auftragskomposition zu schreiben. In der Oper „Lulu" ging Berg nach neuen Formprinzipien vor. Die ganze Musik ist aus einer einzigen Zwölftonreihe abgeleitet, die der Gestalt der Titelheldin zugeordnet ist. Jeder Gestalt entsprach ihre eigene Form (Sonate, Rondo usw.) oder ein bestimmtes Kolorit (vokal oder instrumental).

      Im August 1935 komponierte er das Violinkonzert. Das Violinkonzert schuf Berg im Auftrag des amerikanischen Geigers Krasner. Er war lange Zeit über die Form des Werkes unschlüssig. Der Tod der 18-jährigen Tochter von Alma Mahler, die man in der Familie Berg sehr liebte, ließ den Komponisten im Andenken an das tote Mädchen am Konzert arbeiten. Die Widmung lautete: „Dem Andenken eines Engels." In wenigen Wochen entwarf er in seinem Landhaus das ganze Violinkonzert.

      In diesem Werk kamen besonders deutlich die Wesensmerkmale des Schaffens von Berg zum Ausdruck.

      Das Violinkonzert wurde die letzte vollendete Arbeit von Alban Berg. Berg starb 1935 an einer bösartigen Furunkulose. 

 

Johann Nepomuk David

(1895-1977)

        Der bekannte österreichische Komponist Johann Nepomuk David nahm in seinen Werken harmonische Neuerungen der Musik des 20. Jahrhunderts auf. Seine größten Erfolge liegen auf dem Gebiet der geistlichen Musik. Man nennt ihn den genialen Kontrapunktiker.

      David wurde am 30. November 1895 in Oberösterreich geboren. Sein Vater, ein Gemeindebeamter, erzog seinen Sohn streng religiös. Der Junge sang im Kirchenchor und war 1906-1909 Sängerknabe am Augustinerchorherrenstift St. Florian, wo er Unterricht in Violine und Klavier erhielt. Später beendete David die Bischöfliche Lehrerbildungsanstalt in Linz und arbeitete von 1915 bis 1920 als Volksschullehrer. In dieser Zeit entstanden seine ersten Kompositionen. Es waren überwiegend Lieder und Chorwerke. Im Jahre 1921 begann er mit dem Studium von Komposition, Kontrapunkt, Orgel und Chorleitung an der Wiener Musikakademie. David war von der gerade von Arnold Schönberg entwickelten Zwölftontechnik beeindruckt. Ihn beeinflusste auch sehr die Musik von Strawinsky. Sowohl die Satztechnik der alten Musik als auch die harmonischen Entwicklungen der Neuen Musik durchzogen seine Werke.

      1923 schuf Johann Nepomuk David sein erstes größeres Werk, die Symphonie „Media vita".

      1926 gründete der Komponist in Wels den Bachchor, der dem österreichischen Musikleben neue Impulse gab. Nach zahlreichen Einzelstücken für Orgel begann David 1930 mit der Arbeit an seinem „Choralwerk", dem er bis 1973 laufend neue Teile hinzufügte. Er betrachtete es als „Rechenschaftsbericht"

seiner stilistischen Entwicklung.

      In den 30-er Jahren arbeitet David am Landeskonservatorium in Leipzig.

      In Leipzig wandte sich David der Orchestermusik zu. Neben kammermusikalischen Werken entstanden in dieser Zeit drei Symphonien und Variationszyklen über Themen von Johann Sebastian Bach. Charakteristisches          Merkmal     dieser Kompositionen ist die Entwicklung einer Komposition aus einem einzigen Thema.

      Nach dem Krieg leitete der Komponist einige Jahre das Mozarteum in Salzburg, dann wurde er Professor für Theorie und Kontrapunkt an der Stuttgarter Musikhochschule.

      Im Jahre 1957 vollendete er das Oratorium „Ezzolied," das als eines seiner Hauptwerke gilt. Im selben Jahr entstanden das 2. Violinkonzert und das „Requiem chorale." Die Tonreihen dieser Werke sind nach Gesetzen der Zwölftontechnik gebildet, dabei steht aber die leitende Funktion der Motive im Vordergrund.

Einen weiteren Beweis seines satztechnischen Könnens liefern zwei ungewöhnliche Orchesterstücke: „Magische Quadrate" (1959) und „Spiegelkabinett" (1960).

      In beiden Kompositionen kreisen die erprobten Reihentechniken um tonale Zentren.

      Im Jahre 1964 beendete David seine 8. Symphonie, ein kontrapunktisches Werk, das sich stark von der klassischen und romantischen Tradition unterscheidet.

In den letzten Jahren seines Schaffens blieb David auch weiterhin der geistlichen Musik verpflichtet. Neben Kantaten und Motetten schrieb der Komponist mehrere Orgelwerke, darunter „Thomas von Aquin. Pange Lingua." David starb im Jahre 1977 in Stuttgart. 

Gottfried von Einem 

       Gottfried von Einem zählt man zu den bekanntesten modernen Komponisten von Österreich. Er gehört zu den wenigen      zeitgenössischen      österreichischen Komponisten, die einen wesentlichen Teil ihres Schaffens der Bühne gewidmet haben.

      Gottfried von Einem wurde am 24. Januar 1918    als    Sohn    eines    österreichischen Militärattaches in der Schweiz geboren. Der Zusammenbruch der Monarchie führte dazu, dass der Vater in Wien eine neue Stellung suchen musste. In Wien herrschte damals Wohnungsnot und der Vater kaufte ein großes Haus in Malente in Schleswig -Holstein.

      Die Familie ließ sich dort nieder. Die Kinder (Gottfried hatte noch einen jüngeren Bruder) bekamen ein Heim, aber kein richtiges Zuhause. Der Vater kam nur gelegentlich zu Besuch, er arbeitete in Wien.

      Die Mutter, eine „grande Dame" mit vielen gesellschaftlichen Verpflichtungen befand sich oft auf Reisen. Der Junge begann schon mit 6 Jahren zu komponieren. So floh er in seine musikalische Begabung und versuchte durch eigene Kompositionen seine eigene Welt zu erschaffen. Die Musik musste ersetzen, was die Wirklichkeit ihm versagte: Liebe, Ordnung, Schönheit.

      Als 14-jähriger besuchte er erstmals die Salzburger Festspiele, 2 Jahre später wohnte er den Bayreuther Festspielen bei.

      Das übte einen großen Einfluss auf seine musikalische Entwicklung aus.

      Als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen, begann sich für den 15-jährigen Gottfried das Verhältnis zur Umwelt kritisch zu gestalten. Einem besuchte das Gymnasium in Plön. In der Schule herrschte der Geist der „neuen Zeit". Einem wurde dort Außenseiter. Alle Schüler wurden uniformiert, nur der Österreicher Gottfried von Einem trug zivile Kleidung.

      Er teilte die Ansichten seiner Lehrer und Mitschüler nicht. Diese neuen Ideale fand er menschenfeindlich. Das führte zu großen Spannungen mit seiner Umgebung. Das Gymnasium musste der junge Mann in einer anderen Stadt beendet.

      Seinen humanistischen Idealen blieb Einem sein ganzes Leben lang treu. In den 30-er Jahren half er einer ganzen Reihe von politisch Verfolgten mit Geld, Lebensmitteln und in einem Fall - es handelte sich um einen Juden - sogar mit dem Personalausweis. In jenen Jahren bewegte er sich oft am Rande höchster Lebensgefahr. Im Jahre 1938 wurde Einem von der Gestapo verhaftet. Man warf ihn Landesverrat vor.

      Nach tagelangen Verhören wurde er wieder entlassen, aber die Gestapo verlor ihn nicht mehr aus den Augen bis zum Ende des Krieges.

Seit seiner Kindheit war die Musik für Gottfried ein fester Bestandteil seines Lebens geworden. Nach dem Gymnasium kam ein anderes Studium als das der Musik gar nicht in Frage.

      Als österreichischer Staatsbürger hatte er nach Abschluss der Schule den Militärdienst zu leisten. Mit Hilfe einflussreicher Bekannter wurde der junge Einem schon nach wenigen Tagen wieder aus der Armee entlassen. Kurz darauf trat er als Volontär in die Berliner Staatsoper ein. Dort arbeitete er als Korrepetitor und spielte im Orchester die Celesta. Als Musiker hat Einem in dieser Stellung viel gelernt.

      Im Jahre 1941 begab sich Einem in die Lehre zum bekannten deutschen Komponisten Boris Blacher. Durch ihn erwarb Einem nicht nur das kompositionstechnische Können, sondern er machte sich mit den wichtigsten Werken der verbotenen Komponisten bekannt und erweiterte in jeder Weise seinen geistigen Horizont. Bald wurde aus dem Lehrer ein Vertrauter und Freund.

      In den letzten Kriegsjahren wurden seine ersten großen Werke uraufgeführt: das „Capriccio" für Orchester und das Ballett „Prinzessin Turandot" (1943).

      Diese Werke brachten ihm Aufmerksamkeit ein. Bereits damals ließ Einem die Kritiker über sich als eine ausgereifte Komponistenpersönlichkeit sprechen.

Seine Musik war jugendlich temperamentvoll und vital, voll rhythmischer Eigenwilligkeit.

      In der Folgezeit übernahm Einem eine Stelle als Hauskomponist und musikalischer Berater an der Dresdener Staatsoper. Dort erhielt er einen Kompositionsauftrag für die Oper „Dantons Tod" nach dem gleichnamigen Drama von Georg Büchner.

      Die Aufführung von „Dantons Tod" am 6. August 1947 bei den Salzburger Festspielen wurde ein sensationeller Erfolg, der Einem über die Grenzen des Landes berühmt machte. Diese Oper ist seit ihrer Uraufführung nicht mehr von den Opernbühnen verschwunden und darf mit ihren 37 Inszenierungen als das erfolgreichste Werk des musikalischen Theaters nach dem 2. Weltkrieg bezeichnet werden. „Dantons Tod" war eine Art Abrechnung des Künstlers mit der jüngsten Vergangenheit. Einem wollte dem erlebten Schrecken im Dritten Reich Ausdruck geben.

      Das Libretto der Oper verfasste Einem zusammen mit Blacher. Der Text von Büchner wurde weitgehend verkürzt und umgedeutet. Er erhielt durch die Bearbeitung zum Opernlibretto einen Sinn, der mit dem des Dramas nicht übereinstimmt.

      „Dantons Tod" ist somit die Tragödie der Freiheit und des freien Menschen unter der Diktatur, die Tragödie der Wissenden in einer Umwelt, die dadurch politisch beherrscht wird, dass die Massen in Unwissenheit gehalten und entmenscht werden.

      Nach dem Krieg lebte Gottfried Einem in Österreich. Ab 1946 arbeitete er als Lektor bei der Wiener Konzerthausgesellschaft und wurde zwei Jahre später ins Direktorium der Salzburger Festspiele berufen. In Salzburg nahm Einem an der Gestaltung der Festspiele tätigen Anteil und setzte sich in dieser Funktion für die Aufführung neuer Opern von Britten, Blacher, Orff, Egk und anderen Komponisten ein.

      Im Jahre 1953 fand im Rahmen der Salzburger Festspiele die Uraufführung der Oper von Einem „Der Prozess" nach dem gleichnamigen Roman von Franz Kafka statt. Die Oper „Der Prozess" ist kompositorisch ein Meisterwerk. Die besondere Eigenart der Komposition ergibt sich daraus, dass es dem Komponisten gelungen ist, ein musikalisches Äquivalent zu Kafkas Roman geschaffen zu haben. Die Oper gibt vollkommen die Kafka-Atmosphäre wieder.

      Im Jahre 1951 half Einem Berthold Brecht bei der Erwerbung der österreichischen Staatsbürgerschaft. Der Künstler Einem war von der Persönlichkeit des Dichters fasziniert, obwohl er weder ins einen Theorien noch in seinen politischen Anschauungen mit ihm übereinstimmte. Einem wollte Brecht für Österreich und vor allem für Salzburg gewinnen. Brecht wurde die österreichische Staatsbürgerschaft zuerkannt, er zog aber es vor, in der DDR zu leben. Man machte Einem deswegen scharfe Vorwürfe und schloss ihn sogar aus dem Salzburger Direktorium aus.

      In der 50-er Jahren schrieb Einem, inzwischen nach Wien umgezogen, zahlreiche Ballettmusiken, Orchesterwerke und Lieder, darunter die bekannten „Symphonischen Szenen für Orchester" 1956 und die „Ballade für Orchester" 1957. Im Jahre 1958 erhielt er den Musikpreis der Stadt Wien.

Die Oper „Der Zerrissene" nach dem Werk von Johann Nepomuk Nestroy, die Gottfried von Einem im Jahre 1964 schuf, widmete er seiner 1962 verstorbenen Frau. Die Oper war von Dreiklangsharmonik geprägt und brachte ihm den Vorwurf des „Reaktionärs" ein.

      In der Zeitperiode von 1963 bis 1973 war Einem als Professor an der Wiener Musikakademie tätig. Für seine erfolgreiche Tätigkeit erhielt er 1965 den Österreichischen Staatspreis und wurde Präsident der Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger.

      Im Jahre 1969 beendete Einem seine vierte Oper, „Der Besuch der alten Dame", nach dem gleichnamigen Drama von Friedrich Dürrenmatt.

      Zu seinem neuen Wohnsitz wurde in den 70-er Jahren das niederösterreichische Rindlberg, wo der Komponist die Kantate „An die Nachgeborenen" schuf.

      Dieses Werk schrieb Einem im Auftrag der UNO zum 40-jährigen Bestehen dieser Organisation.

      Drei Jahre später folgte eine weitere Literaturoper - „Kabale und Liebe" nach dem Werk von Friedrich Schiller.

      Mit seiner nächsten Oper ,Jesu Hochzeit" erregte der Komponist bei den Wiener Festspielen 1980 viel Aufsehen.

      In den folgenden Jahren entstand eine Vielzahl von Orchesterwerken und Liedkompositionen, so z. B. die „Münchner Sinfonie" (1983), die „Waldvierter Lieder" (1983).

      Seine Tanzkompositionen „Turandot", „Rondo vom Goldenen Kalb" und „Medusa" sind ein fester Bestandteil des internationalen Ballett-Repertoires geworden.

      Als Orchesterkomponist hat Einem Werke für die größten Orchester der alten und neuen Welt geschrieben, die sich in den Konzertprogrammen einer Beliebtheit erfreuen wie nur wenige zeitgenössische Werke.

      Im Jahre 1984 vollendete Einem „Der Tulifant". Die märchenhaft-symbolische Oper um die Bedrohung der Natur durch die Technik wurde nach etlichen Anläufen erst 1990 uraufgeführt - zwei Jahre nach Vollendung seiner 4. Symphonie. 

Richard Strauss

(1864-1949)

      Richard Strauss ist kein Österreicher. Dennoch kann man ihn mit Recht einen deutsch-österreichischen Komponisten und Dirigenten nennen. Fünf Jahre lang leitete Richard Strauss die Wiener Staatsoper, und das war ihre Blütezeit. Eines seiner meistaufgeführten Bühnenwerke „Der Rosenkavalier" kann als ein Inbegriff österreichischer Atmosphäre gelten.

      Richard Georg Strauss wurde 1864 als Sohn des königlichen Kammermusikus geboren. Schon früh kam er mit der Musik in Berührung. Im Jahre 1876 komponierte er den „Feldmarsch" - sein erstes Werk, das gedruckt wurde. 1881 schrieb Strauss seine erste Symphonie. Nach dem Abitur studierte er Philosophie, Ästhetik und Kunstgeschichte in München. Nach Abschluss seines Studiums wurde er als Hofmusikdirektor Leiter der Hofkapelle in Meiningen. Zahlreiche Werke, die er in diesen Jahren schuf, standen in der Tradition von Berlioz und Franz Liszt.

      Im Jahre 1894 debütierte Strauss mit Wagners „Tannhäuser" als Dirigent in Bayreuth. Seine erste Oper „Guntram," die 1894 entstand, war an Wagner orientiert.

      Im Jahre 1895 wurde eines seiner bekanntesten und kompositionstechnisch anspruchsvollsten Werke „Till Eulenspiegels lustige Streiche" uraufgeführt.

Es folgten Konzertreisen durch Europa und die USA, bei denen Strauss seine Werke vorstellte. Strauss' zahlreiche Opernwerke und symphonische Dichtungen machten ihn zum bedeutendsten Vertreter nachromantischer Musik. Im Jahre 1905 vollendete der Komponist die Oper „Salome" nach Oskar Wilde, die einen großen Erfolg hatte. 1909 erschien seine Oper „Elektra". Der Text stammte von Hugo von

Hofmannsthal. Mit diesem Schriftsteller arbeitete er auch am „Rosenkavalier" zusammen. Diese Oper (1911) ist wohl seine bekannteste Oper. Das dreiaktige Stück wurde durch seine Walzerszenen berühmt. Die Oper „Eine Alpensinfonie," die der Komponist 1915 schuf, gilt als Meisterwerk der Instrumentierung.

      In den Jahren 1919 - 1924 leitete Richard Strauss die Wiener Staatsoper, an der seine Oper „Die Frau ohne Schatten" Premiere hatte. Das wichtigste Bühnenwerk von Strauss in den 20-er Jahren ist die Oper „Die ägyptische Helena."

Im Jahre 1933 wurde Strauss Präsident der Reichsmusikkammer. Zwei Jahre später gab er jedoch diesen Posten nach Konflikten mit der NS-Kulturführung auf. Der Komponist nahm die österreichische Staatsbürgerschaft an.

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